27.05.13 Montag, 19.30 h

ZeitBrüche – Diagnosen zur Gegenwart

Mit Nicole Deitelhoff, Sabine Kurtenbach, Oliver Nachtwey, Ferdinand Sutterlüty
Gesprächsleitung: Peter Kemper (hr2-kultur)

Occupy, Indignados, Bürgerproteste: Die westlichen Gesellschaften wurden in den letzten Jahren von neuen Protestbewegungen aufgerüttelt, in Frankreich und Großbritannien gar von Riots erschüttert. In der medialen Öffentlichkeit erfuhren diese Ereignisse viel Aufmerksamkeit, politisch konnten sie bisher nur wenig bewegen oder stießen, wie im Falle der Riots, auf Unverständnis und Ablehnung. Die sozialwissenschaftlichen Deutungen zu diesen Erscheinungen fallen erstaunlich unterschiedlich aus. Handelt es sich bei den Protestierenden um Möchtegernkonsumenten, die sich nur ihren Anteil sichern wollen? Oder beziehen die Aufstände und Proteste ihre Motivation aus der Kritik am Zustand einer Demokratie, die sich im Würgegriff ökonomischer Eliten befindet und die große Mehrheit von den maßgeblichen Entscheidungen ausschließt? Darüber diskutieren die Professorin für internationale Beziehungen Nicole Deitelhoff (Goethe-Universität Frankfurt), die Politikwissenschaftlerin Sabine Kurtenbach (GIGA Hamburg), der Ökonom Oliver Nachtwey (IfS und Universität Trier) sowie der Professor für Soziologie Ferdinand Sutterlüty (IfS und Goethe-Universität Frankfurt).

Eine Veranstaltung von Institut für Sozialforschung (IfS) in Kooperation mit hr2-kultur und Literaturhaus Frankfurt

Eintritt 5 / 3 Euro

Mai, 2013
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