Schreibwerkstatt im Literaturhaus Frankfurt

Bewerbungsfrist verlängert: Nach der Flucht - Schreibwerkstatt auf Arabisch

Jetzt bewerben! Das Literaturhaus Frankfurt bietet im Herbst 2018 eine Schreibwerkstatt auf Arabisch an. Bewerben können sich Geflüchtete zwischen 16 und 30 Jahren, deren Muttersprache Arabisch ist.

Erinnerst du dich an die Geschichten von früher? Was hat sich seit der Flucht verändert und wie kannst du jetzt leben? Willst du deine eigene Geschichte erzählen? Wie kann literarisches Erzählen nach der Flucht aussehen? In dieser Werkstatt bekommst du die Möglichkeit, auf Arabisch zu erzählen und dich mit anderen auszutauschen, die ihre Geschichte, ihre Erlebnisse und Erfahrungen aufschreiben oder erzählen möchten.
An zwei Wochenenden treffen sich die Teilnehmer*innen im Literaturhaus Frankfurt mit dem Übersetzer Emad Karim und dem in Österreich lebenden syrischen Dichter Hamed Abboud, um sich über das Schreiben nach der Flucht und die literarische Verarbeitung von Fluchterfahrungen sowie über eigene und fremde Texte auszutauschen.


Bewerbungsschluss: 15. September 2018
Termine: 20./21. Oktober und 3./4. November 2018
Bewerbung auf Arabisch oder Deutsch mit Name, Alter und Kontaktdaten. Eine Textprobe ist nicht nötig.

Die Teilnahme an der Schreibwerkstatt ist kostenlos. Den Ausschreibungstext auf Arabisch finden Sie hier.


Kontakt:

Bewerbungen bitte an vonlangeliteraturhaus-frankfurtde

oder

Literaturhaus Frankfurt am Main e.V.
Benno Hennig von Lange
Schöne Aussicht 2
60311 Frankfurt am Main


Die Schreibwerkstatt wird ermöglicht durch die Ernst Max von Grunelius-Stiftung.

Literatur auf ARTE

Der Fernsehsender ARTE.tv ist Kulturpartner des Netzwerks der Literaturhäuser, zu dem auch das Literaturhaus Frankfurt gehört. Eng vernetzt sorgen die Partner gemeinsam für den Erfolg anspruchsvoller Kulturformate. So finden bei den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt gemeinsame Veranstaltungen statt und ARTE engagiert sich in den Verbundprojekten von literaturhaus.net. In den Literaturhäusern werden zudem regelmäßig Previews von ARTE-Filmen über Literatur und Literaten gezeigt. Darüber hinaus präsentiert der Fernsehsender monatlich Empfehlungen zu Literatur auf ARTE.

Einen Überblick über Literatur auf ARTE im September 2018 finden Sie hier.

 

 

Flyer Junges Literaturhaus

Neues aus dem Jungen Literaturhaus

Im Jungen Literaturhaus ist wieder einiges los! Bis Ende des Jahres stehen Kinderbuch-Sonntage mit dem Räuber Hotzenplotz und mit Edison, einer tapferen Maus, auf dem Programm. Dazu Kindergarten- und Schülerlesungen mit Flix, Susanne Göhlich und Jason Reynolds sowie Workshops zum Thema Kinderrechte mit Antje Damm. Für alle Details einfach auf den Flyer klicken. (Juni 2018)

Hauke Hückstädt
(c) Bookster Frankfurt Stephan Jockel

Presseschau

März 2018: Das Buchgeschäft kriselt, die Lesungen aber boomen: Die Blickachse zwischen Autor und Publikum ist die beste Verkaufsförderung. "Literatur vollplastisch" von Hauke Hückstädt (FAZ 3.3.18). Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

März 2018: Alle beklagen Leserschwund. Dabei wächst gerade ein riesiges Auditorium – und dahinter entsteht ein neuer Markt, der allen hilft. Das Literaturhaus Frankfurt macht ermutigende Erfahrungen. Hauke Hückstädt über die "Schlange vorm Weltkiosk" (börsenblatt.net 29.03.18). Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Jaroslav Rudiš
Jaroslav Rudiš

Jaroslav Rudiš erhält den Preis der Literaturhäuser 2018

17.01.2018: Das Netzwerk der Literaturhäuser verleiht den Preis der Literaturhäuser 2018 dem tschechischen Schriftsteller, Dramatiker, Drehbuchautor und Publizisten Jaroslav Rudiš.

Die Programmleiterinnen und Programmleiter der im Netzwerk verbundenen Literaturhäuser ehren Jaroslav Rudiš für sein vielfältiges literarisches Werk und als Autor, der in öffentlichen Auftritten, in Lesungen und Diskussionen, als Musiker und in Crossover-Projekten das Publikum zu begeistern versteht.

Jaroslav Rudiš zeichnet in seinen Texten mit Ironie und feinem Gespür für die Alltagsängste der Menschen die Gesellschaft anhand von besonderen Typen, die häufig Opfer tragikomischer Ereignisse sind. Dabei begibt er sich gern in den Untergrund und an die Ränder von Orten, Zeiten und Leben, um einen umso schärferen Blick auf die Wirklichkeit zu werfen. So sind seine Bücher cool, witzig, kritisch, politisch, poetisch, widerständig, anti-bürgerlich, berührend und verführerisch – kurzum: literarischer Rock’n’ Roll.

Der Preis wird am 15.03.2018 im  Literaturhaus Leipzig verliehen. Er besteht aus einer Lesereise durch die im Netzwerk zusammengeschlossenen Literaturhäuser und ist mit € 15.000,00 dotiert. Jaroslav Rudis wird am 28.05.2018 im Literaturhaus Frankfurt zu Gast sein.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

  

Literaturhaus Frankfurt – Das Netzwerk der Literaturhäuser gewinnt einen neuen vertrauten Partner

Zum 01.01.2018 wurde das Netzwerk der Literaturhäuser e.V. – literaturhaus.net um ein Mitglied erweitert. Nach vier Jahren ist das Literaturhaus Frankfurt am Main e.V., zwischenzeitlich aus wirtschaftlichen Gründen ausgetreten, wieder Teil des Netzwerks.

Im Netzwerk literaturhaus.net entwickeln und veranstalten die bisher dreizehn Literaturhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit verschiedenen Partnern internationale Projekte u.a. wird alljährlich der Preis der Literaturhäuser verliehen. Kulturpartner des Netzwerkes ist ARTE tv

Die Pressemitteilung finden Sie hier

Die 25 Schönsten deutschen Bücher
Die 25 Schönsten deutschen Bücher

DIE SCHÖNSTEN DEUTSCHEN BÜCHER 2017 IM LITERATURHAUS FRANKFURT

Das Schönste deutsche Buch ist: "A.R. Penck. Rites de Passage" (Verlag der Buchhandlung Walther König) von Olivier Kaeppelin, Danièle Cohn, Ulf Jensen u.a.

Die Stiftung Buchkunst kürt die schönsten und innovativsten Bücher des Jahres. 727 Einsendungen konkurrierten um die begehrten Auszeichnungen. Sieben Tage lang diskutierten die Jury-Mitglieder über die eingereichten Novitäten. Heraus kamen 25 prämierte Schönste deutsche Titel. Zu sehen als exklusive Dauerausstellung im öffentlich zugänglichen Foyer des Literaturhauses, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Buchkunst. Bücher zum Anfassen, Bestaunen, Durchblättern und Lesen. (September 2017)

New Citizens: Kunstprojekt im öffentlichen Raum – auch am Literaturhaus

New Citizens ist der Titel der jüngsten Portraitserie des Künstlers Vitus Saloshanka und zugleich der Name eines Ausstellungsprojektes im öffentlichen Raum in Frankfurt am Main vom 30.4. bis 18.6.2017. Über ein Jahr hat Saloshanka Geflüchtete in einem Wohnwagenstellplatz am Rebstockbad einzeln portraitiert, um sie im öffentlichen Raum ausstellen zu können. Gemeinsam mit den beiden Kuratorinnen Aileen Treusch und Juliane v. Herz entwickelte sich das Projekt zu einer Schau in Frankfurt auf etlichen Gebäude- und Baustellenfassaden. Ein Kunstprojekt im urbanen Raum betont die Stadt sowohl als Diskussionsraum, als experimentelle Bühne sowie auch als Freilichtmuseum. Ein Schauraum, jedem zugänglich und sichtbar für jedermann. Eine enge Verzahnung von Stadtentwicklung und Kunst im öffentlichen Raum. (April 2017)

95 Anschläge – Thesen für die Zukunft

Jeden Tag eine neue These. 95 Tage lang. Ab 20. Februar

Der Thesenanschlag Martin Luthers im Jahr 1517 hat die Welt verändert. 500 Jahre danach, im Jahr 2017, scheint unsere Gesellschaft wieder reformbedürftig zu sein. 

Zusammen mit der EKHN-Stiftung hat das Literaturhaus Frankfurt 95 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Religion, Wissenschaft, Sport und Kultur nach den Glaubenssätzen der Gegenwart und Visionen für unsere Zukunft gefragt. 

hr2-kultur sendet die „95 Anschläge – Thesen für die Zukunft“ immer werktags um 11.55 h. Die jeweils letzten sieben Beiträge können Sie hier nachhören.

Pressestimmen:

FNP (22.02.17)

Hundertvierzehn. Das literarische Online-Magazins des S. Fischer Verlags (22.02.17)

Pressekonferenz am 30.01.17 im Literaturhaus Frankfurt

Shared Reading am Literaturhaus Frankfurt

Ab März 2017 bietet das Literaturhaus Frankfurt „Shared Reading“ an. 

Vorgestellt wurde das Projekt bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Stadtbücherei Frankfurt am Main am 30. Januar 2017 im Literaturhaus Frankfurt. Die Pressemitteilung und alle weiteren Informationen finden Sie hier. (Januar 2017)

Frankfurt, deine Geschichte. Literatur in Einfacher Sprache

Sechs Autoren schreiben Geschichten in Einfacher Sprache.
Zum ersten Mal in deutscher Sprache.
Die Autoren haben sich Regeln gegeben.
Ihre Texte handeln von Orten, Ereignissen, Personen oder Gegenständen aus der Frankfurter Geschichte.

Die sechs Autoren sind: Henning Ahrens, Mirko Bonné, Nora Bossong, Olga Grjasnowa, Kristof Magnusson und Alissa Walser.

Was im Februar 2016 begann und im Autorenworkshop im Sommer fortgesetzt wurde, zeigte sich nun in der ersten Veranstaltung am 13.12. im Historischen Museum: Kristof Magnusson und Alissa Walser erzählten Geschichten über Rosemarie Nitribitt und Margot Frank in Einfacher Sprache. Am 13.06. ging es mit Mirko Bonné und Olga Grjasnowa weiter; zum Abschluss waren Henning Ahrens und Nina Bossong zu Gast.

Pressestimmen:

Hauke Hückstädt im SWR2-Interview (28.12.16)

FNP (28.12.16)

Ein Projekt des Literaturhaus Frankfurt am Main e.V. in Kooperation mit dem Historischen Museum Frankfurt und der Stabsstelle Inklusion Frankfurt gefördert vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, in Partnerschaft mit dem Netzwerk Inklusion Frankfurt.

Hauke Hückstädt
Hauke Hückstädt, Friederike von Bünau & Johann Hinrich Claussen

95 Anschläge - Thesen für die Zukunft

Hauke Hückstädt (Literaturhaus Frankfurt) und Friederike von Bünau (EKHN Stiftung) haben am 23. Juni 2016 gemeinsam mit Johann Hinrich Claussen (Kulturbeauftragter, EKD) das Veranstaltungs- und Buchprojekt "95 Anschläge - Thesen für die Zukunft" der Presse vorgestellt. Zum Nachlesen die Pressemitteilung und ein Videobeitrag von rheinmaintv. (Juni 2016)

Barrierefreiheit in Hessen - Literatur in Einfacher Sprache

Literaturhausleiter Hauke Hückstädt hat am 24.02.2016 gemeinsam mit dem Hessischen Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, Stadträtin Prof. Dr. Birkenfeld, Stadtrat Prof. Dr. Felix Semmelroth und Anne Gemeinhardt vom Historischen Museum das Kooperationsprojekt von Literaturhaus Frankfurt, Historischem Museum Frankfurt sowie der Stabsstelle Inklusion des Dezernats für Soziales vorgestellt: „Literatur in Einfacher Sprache. Frankfurt, deine Geschichte“. Deutschsprachige Autoren werden eingeladen, ausgehend von Ereignissen oder Objekten der Frankfurter Stadtgeschichte literarische Texte in Einfacher Sprache, in einer Sprache der Klarheit zu verfassen und somit nach einer möglichst wenige Bürger ausschließenden Literatur zu forschen. Die Texte werden ab Ende 2016 dem Publikum im Rahmen von Veranstaltungen vorgestellt. Zum Nachlesen die Pressemitteilung des Landes, der Artikel in der Frankfurter Neue Presse, ein Videobeitrag von rheinmaintv und die Meldung der Stabsstelle Inklusion.

Das Projekt wird gefördert vom Land Hessen im Rahmen der „Modellregion Inklusion“, in Partnerschaft mit dem Netzwerk Inklusion Frankfurt. 

Presseschau

Zwei Tage. Zwei Artikel: Ein Interview. Ein Porträt.
Im Fokus: der Literaturhausleiter Hauke Hückstädt.

Beide Artikel zum Nachlesen: Chrismon und Frankfurter Neue Presse. Und ein Video obendrein.

Bildtafeln zur Geschichte des Hauses
Bildtafeln zur Geschichte des Hauses
Bildtafeln zur Geschichte des Hauses

Drei Bildtafeln zur Geschichte des Hauses

Die Geschichte des Hauses – von der Alten Stadtbibliothek über den Portikus bis hin zum Literaturhaus – ist nun im Foyer des Literaturhauses Frankfurt in drei Bildtafeln zu sehen. Gemeinsam mit Peter Gatzemeier von der Dr. Marschner Stiftung, dem Förderer der Bildtafeln, und Hartwig Graf von Westerholt, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins Literaturhaus Frankfurt am Main e.V., weihte Literaturhausleiter Hauke Hückstädt am frühen Abend des 5.10.2015 die Bildtafeln ein. Viele Gäste aus Verlagen, Stiftungen und Frankfurter Institutionen sowie die städtische Kulturpolitik und zahlreiche Literaturhausmitglieder waren zugegen.

Genau zehn Jahre ist es her, dass die Alte Stadtbibliothek wiedererrichtet und durch den Einzug des Literaturhauses Frankfurt e.V. zum Literaturhaus der Stadt Frankfurt wurde. Dieses Jubiläum bot den Rahmen für die Einweihung. Peter Gatzemeier, der die großzügige Finanzierung der Bildtafeln durch die Dr. Marschner Stiftung ermöglichte, gratulierte dem Literaturhaus zu diesem Jubiläum und zu 10 Jahre „Querdenken“ an der Schönen Aussicht.

Bereits heute wissen viele Besucher nicht mehr, dass an diesem Ort von 1825 bis 1944 eine der größten Reichsbibliotheken stand (Bildtafel 1) und zwischen 1987 und 2003 der Portikus, einer der legendärsten Ausstellungsorte der Städelschule, seine Heimat hatte (Bildtafel 2). Seit 2005 ist das Literaturhaus in der Alten Stadtbibliothek an der Schönen Aussicht 2 zu finden (Bildtafel 3). In diesen zehn Jahren ist viel passiert: Hunderte Gäste aus der ganzen Welt der Literatur und des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens waren zu Gast, konnten hier erlebt werden und erst durch sie wurde das Literaturhaus zu dem, was es ist: Ein vielschichtiger Ort des Austauschs, des Aufeinandertreffens, der Impulse und der Freude an Literatur.

Die drei Bildtafeln werden durch drei Glasvitrinen ergänzt in denen wechselnde Publikationen zur jeweiligen Institutionsgeschichte präsentiert werden.

Die Bildtafeln sind ein Projekt des Literaturhauses Frankfurt am Main e.V. in Kooperation mit den Freunden der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main e.V. und dem Portikus, ermöglicht durch die Dr. Marschner Stiftung.

Gestaltet wurde die Präsentationsfläche von der Grafikagentur Büro Schramm, umgesetzt von der in Frankfurt ansässigen Tischlerei Ludwig & Nied.

Legende:

Zu Bildtafel 1: Eine Lithografie aus dem Jahre 1878 zeigt die Alte Stadtbibliothek, die an diesem Ort zwischen 1825 und 1944 stand. Um die Jahrhundertwende war die Bibliothek mit über 170.000 Bänden die zweitgrößte Stadtbibliothek des Deutschen Reiches. Im 2. Weltkrieg wurde das Gebäude nahezu vollständig zerstört. Lediglich der Portikus mit seinen sechs korinthischen Säulen blieb als einziger Gebäudeteil unbeschädigt.

Zu Bildtafel 2: Zwischen 1987 und 2003 fand der Portikus, ein unabhängiger Ausstellungsort der Frankfurter Städelschule, an dieser Stelle seine Heimat. Die Architekten Marie-Theres Deutsch und Klaus Dreissigacker entwarfen eine Halle in Containerbauweise, die hinter dem Portikus auf den Überresten der Stadtbibliothek in nur wenigen Monaten Bauzeit errichtet und zur Buchmesse 1987 eröffnet wurde. Sechzehn Jahre später inszenierte das dänisch-norwegische Künstlerduo Elmgreen und Dragset den Abriss der Kunsthalle mit ihrer Arbeit Spaced out. Lediglich Boden, Dach, Wandpfeiler und Lichtdecke ließen die Künstler stehen (Bildtafel). Der Ausstellungsraum löste sich selbst auf, er implodierte und öffnete sich zur Stadt. Der Portikus besteht in Frankfurt am Main als renommierte Ausstellungshalle zeitgenössischer Kunst fort und befindet sich seit 2006 im von Christoph Mäckler Architekten erbauten Gebäude auf der Maininsel an der Alten Brücke.

Zu Bildtafel 3: 2001 wurde durch die Hilfe von Frankfurter Bürgern und Dank des großzügigen Engagements der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung sowie der Landesbank Hessen-Thüringen die Finanzierung zur Rekonstruktion der Alten Stadtbibliothek aufgebracht. Ein eigens gegründeter Bürgerverein übernahm unter dem Vorsitz von Rüdiger Volhard und Martin Wentz die Verantwortung als Bauherr und reichte, nach Durchführung eines erneuten Architekturwettbewerbs, den Bauantrag zum Wiederaufbau der Alten Stadtbibliothek ein. Anfang Oktober 2005 war die Rekonstruktion nach den Plänen von Christoph Mäckler abgeschlossen und das Literaturhaus zog um von der Bockenheimer Landstraße an die Schöne Aussicht. Seitdem finden im Literaturhaus jährlich etwa 100 Veranstaltungen rund um Autoren, Bücher und Literaturen aus aller Welt statt.

 

Barbara Klemms "DDR-Grenzsoldat, West-Berlin, 1987" am Literaturhaus
Barbara Klemms "DDR-Grenzsoldat, West-Berlin, 1987" am Literaturhaus

Bilder zur Einheit - Fotografien von Barbara Klemm

Im Rahmen der Feierlichkeiten „25 Jahre Tag der Deutschen Einheit“ zeigt das Kulturamt Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit u.a. dem Literaturhaus Frankfurt eine Auswahl an Barbara Klemms Fotografien im öffentlichen Stadtraum, so von Mitte September bis Ende Oktober 2015 am Westgiebel des Literaturhauses: Barbara Klemm: DDR-Grenzsoldat, West-Berlin, 1987.

Die Frankfurter Fotografin Barbara Klemm zählt nicht nur zu den bedeutendsten Pressefotografen im Nachkriegsdeutschland, sie gehört auch zu den wenigen Vertretern ihres Metiers, die aus dem Fotojournalismus eine eigene Kunst entwickelt haben. Ihre konsequent in Schwarzweiß realisierten Bilder sind Aufnahmen mit Gespür für das Wesentliche, die zu Ikonen der Zeitgeschichte wurden. Dabei gilt ihr Interesse nicht der Sensation, vielmehr zeichnet sich ihr Werk gerade durch Respekt und Diskretion, durch Anteilnahme und ein untrügliches Gespür für den ausdrucksstärksten Moment aus.

Seit den späten 60er Jahren hat Barbara Klemm die damalige BRD und DDR in charakteristischen und treffenden Bildern eingefangen und Bilder gemacht, die im kollektiven Gedächtnis fest verankert sind. Eine Auswahl dieser einzigartigen und ikonografischen Fotografien ist ab September im Frankfurter Stadtbild zu sehen. Die Ausstellung begleitet die Feierlichkeiten zum 3. Oktober „25 Jahre Tag der Deutschen Einheit“. An den Feierlichkeiten beteiligen sich Kultureinrichtungen Frankfurts mit verschiedenen künstlerischen und kulturellen Aktivitäten, sowohl am 3. Oktober als auch schon im Vorfeld.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Das Projekt wird ermöglicht durch die großzügige Förderung der Dr. Marschner Stiftung und in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und zahlreichen Frankfurter Kulturinstitutionen und Unternehmen realisiert.