Ulrich Raulff

26.09.14 Freitag, 19.30 h

Streitfall – Autoren in der Kontroverse LIX

Mit Ulrich Raulff, Ulrike Ackermann, Jochen Hörisch, Martin Lüdke
Gesprächsleitung: Peter Kemper (hr2-kultur)

Ein Porträt der „Generation Theorie“ liefert Ulrich Raulff, Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach, in seinem neuen Buch „Wiedersehen mit den Siebzigern – Die wilden Jahre des Lesens“ (Klett-Cotta). Nachdenklich und ironisch erkundet er ein Jahrzehnt, in dem sich eine ganze Generation – auf der Flucht vor den Ideologien des 20. Jahrhunderts – mit unbändiger „Lust am Lesen“ dem Strukturalismus in die Arme warf und Michel Foucault, Roland Barthes und anderen Heroen und Schurken huldigte. Nicht nur der Einfluss Martin Heideggers auf die französische Theoriebildung, auch der Umstand, dass der so einflussreiche wie umstrittene deutsche Philosoph am 26. September seinen 125. Geburtstag feiert, legt nahe, das neue Buch „Freiheit und Irre – Heideggers Anarchie“ (Matthes & Seitz) von Peter Trawny zu diskutieren. Als philosophischer Kontrapunkt fungiert dann die Jürgen Habermas-Biographie (Suhrkamp) von Stefan Müller-Doohm, in der einer der einflussreichsten Intellektuellen der Gegenwart nicht zuletzt als „eingreifender“ Bürger porträtiert wird.

Eine Veranstaltung von hr2-kultur in Zusammenarbeit mit Literaturhaus Frankfurt
Sendung am 19.10.14, 12.05 h

Eintritt 5 / 3 Euro

September, 2014, Literatur
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