08.12.15 Dienstag, 19.30 h

Erzählungen. Ein Abend für eine Form

Mit Hartmut Lange, Ulrike Almut Sandig und Jochen Schmidt

Moderation: Christoph Schröder (Literaturkritiker)

Warum lieben es alle kurz, knackig und direkt, konsumieren aber doch dauernd brikettschwere und ellenlange Romane? Die gelungene Kurzerzählung dagegen ist ein Pfeil zum Leser. Sie bummelt nicht und will ins Zentrum. Der heutige Abend widmet sich dieser Form, die an den Registrierkassen des hiesigen Buchhandels noch nicht den Platz behaupten kann wie in der Literaturgeschichte. Es geht also mit der Form um die Form. Dazu reisen drei singuläre, ganz eigenständige Erzähler an. Die hoch gelobte Ulrike Almut Sandig mit dem „Buch gegen das Verschwinden“ (Schöffling & Co.) und kraftvollen, tröstlichen Geschichten. Der Totalmelancholiker Jochen Schmidt mit seiner fast schon erschütternden Komik, die uns auch und gerade in seinen Erzählungen „Der Wächter von Pankow“ anfasst (C.H.Beck). Und ein Meister des Genres, Hartmut Lange, der für seine Unaufgeregtheit verehrt wird, für die Schärfe der Betrachtung bei gleichzeitiger Milde für die Fehler, denen wir unterliegen: „Der Blick aus dem Fenster“ (Diogenes).

Ermöglicht durch die Gemeinnützige Hertie-Stiftung

Mit freundlicher Unterstützung des Journal Frankfurt

Eintritt 9 / 6 Euro

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Dezember, Literatur, 2015
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