Stefan Aust

28.11.14 Freitag, 19.30 h

Streitfall – Autoren in der Kontroverse LX

Mit Stefan Aust, Ulrike Ackermann, Jochen Hörisch, Martin Lüdke
Gesprächsleitung: Peter Kemper (hr2-kultur)

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden wissen wir, dass die digitale Totalüberwachung des Einzelnen durch den Staat keine ferne Horrorvision, sondern längst Realität ist. In ihrem Buch „Digitale Diktatur“ (Econ) erhellen die Journalisten Stefan Aust und Thomas Ammann die politischen Hintergründe von Datenmissbrauch und Cyberkrieg und schildern, wie die Informationstechnologie aus den Denkfabriken der Militärs zum weltumspannenden Machtinstrument wurde. Der Soziologe Heinz Bude analysiert in seinem neuen Buch „Gesellschaft der Angst“ (Hamburger Edition), warum in unserem Gemeinwesen zunehmend verstörende Ungewissheit und stille Verbitterung herrscht. Das betrifft die Intimbeziehungen wie die Arbeitswelt, die Haltung zu politischen Angeboten, zu unübersichtlichen Datenströmen und Datenspeicherung. Der Berliner Philosoph Byung-Chul Han setzt nach seinem Bestseller „Müdigkeitsgesellschaft“ seine Kritik am Neoliberalismus fort. In „Psychopolitik“ (S. Fischer) legt er die Herrschafts- und Machttechniken des neoliberalen Regimes offen und liefert zugleich eine erste Theorie von Big Data.

Eine Veranstaltung von hr2-kultur in Zusammenarbeit mit Literaturhaus Frankfurt
Sendung am 07.12.14, 12.05 h

Eintritt 5 / 3 Euro

November, 2014, Literatur
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