Daniel Schreiber

02.12.14 Dienstag, 19.30 h

Daniel Schreiber: Nüchtern

Moderation: Florian Balke (F.A.Z.)

„Abhängigkeit ist eine Krankheit, die einem sagt, dass man sie nicht hat. Einem selbst und allen anderen.“ Der Journalist Daniel Schreiber arbeitet für Cicero, DIE ZEIT, die taz und verfasste eine Susan Sontag-Biografie. In seinem Buch „Nüchtern. Über das Trinken und das Glück“ (Hanser Berlin) fragt er nun, warum eine Gesellschaft eine Droge wie Alkohol gestattet, aber diejenigen stigmatisiert, die damit nicht umgehen können. Und das ist mitunter mindestens immer einer mehr als wir uns erlauben anzunehmen. Schreiber erzählt in diesem persönlichen wie aufrichtigen Essay vom Trinken, das zu seinem Leben gehörte und das unsere gesamte Lebenswirklichkeit knöcheltief durchdringt. Er erzählt von dem Gefühl, dass dieses erwachsene Leben nur einen Sinn hat, wenn man auch trinkt, von Rechtfertigungen, von Ritualen, Arroganz, von Selbsthilfe, Selbstbetrug und von einem Moment der Klarheit auf einer Pferderennbahn, an deren Ausläufern das Leben neu beginnen kann.

Eintritt 7 / 4 Euro

Dezember, 2014, Literatur
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