Kathrin Schmidt

Jacques Palminger

11.06.14 Mittwoch, 19.30 h

Kathrin Schmidt und Jacques Palminger mit Rev. Christian Dabeler

Deutschstunden. Autoren über Emil Nolde
Kunst, Faschismus, Entartung
 

Lesung, Gespräch, Performance

Moderation: Julia Voss (F.A.Z.)

„Deutschstunde“, das war der große Roman von Siegfried Lenz um Schuld und Pflicht in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Deutschstunden knüpfen an diese Bedeutungskette an und beziehen Stellung zur umfassenden Ausstellung im Städel Museum: Emil Nolde. Retrospektive. Das Literaturhaus hat acht Autoren gebeten, sich mit dem streitbaren Emil Nolde und einem der vier Schwerpunkte der Retrospektive schreibend zu befassen. Erschienen sind diese Texte jetzt in dem Band „Deutschstunden. Autoren über Emil Nolde“ im Prestel Verlag. Heute geht es um Kunst und Faschismus. Und so unterschiedlich die Autoren, die heutigen Künstler sind, so differente wie erhellende Textsorten erwarten das Publikum. Kathrin Schmidt, 2009 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet für „Du stirbst nicht“ (KiWi), ist eine Autorin, die unter dem DDR-Regime aufwuchs, deren Bücher immer auch von unseren Körpern erzählen und ihrem Widerstand, zu gefallen, zu funktionieren. Jacques Palminger ist ein Akrobat auf dem wachsweichen Grat zwischen Wahn und Sinn, ein dunkler Poet aus dem Studio Braun, ein Sänger der Zwischenräume. Für den heutigen Abschlussabend der Deutschstunden, für das heutige Finale kündigt Palminger eine Body Painting Performance basierend auf seiner eigens verfassten Nolde-Ballade "Prinzessin Tam Tam" an, wobei er unterstützt wird von dem Musiker und Komponisten Rev. Christian Dabeler am Fender Rhodes Electric Piano. Zu rechnen ist mit allem. Und mal wieder gilt, die Kausalketten marschieren getrennt, aber schlagen vereint. Ein Fanal.

Ein Projekt des Literaturhauses Frankfurt in Kooperation mit dem Städel Museum

Mit freundlicher Unterstützung von eXperimente – Eine Kulturinitiative der Aventis Foundation sowie Kulturamt Frankfurt am Main

Eintritt 9 / 6 Euro

Juni, 2014, Literatur
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