Alain Mabanckou

25.02.15 Mittwoch, 19.30 h

Alain Mabanckou: Morgen werde ich zwanzig

Moderation (dt./frz.): Ruthard Stäblein (hr2-kultur)
Lesung dt. Text: Stéphane Bittoun

„Eine der stärksten Stimmen der französischen Gegenwartsliteratur“, nennt ihn die Süddeutsche Zeitung. Geboren im Kongo, ist Alain Mabanckou zuletzt mit dem Grand Prix de Littérature der Académie française für sein Gesamtwerk ausgezeichnet worden. Mit 22 verließ er seine Heimat, heute lebt er in Paris und L.A. und erzählt in „Morgen werde ich zwanzig“ (Liebeskind Verlag, aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller) von einer Kindheit in Afrika Ende der Siebzigerjahre. Der Kongo hat längst seine Unabhängigkeit erlangt, und der zehnjährige Michel strebt eben danach. Einige Hürden gilt es zu überwinden: Seine Freundin liebäugelt mit dem Angeber aus der Fußballmannschaft und ein Schamane redet der Mutter ein, dass sie keine weiteren Kinder bekommen könne, weil Michel den „Schlüssel zu ihrem Leib“ in Besitz genommen habe … Mabanckou entwirft – charmant und hochkomisch aus der Sicht des kleinen Michel – das Porträt eines Kontinents, der sich zwischen kolonialer Vergangenheit und dem Traum von der Unabhängigkeit neu erfinden musste.

Eine Veranstaltung von Liebeskind Verlag und Literaturhaus Frankfurt mit Unterstützung von Institut français d‘histoire en Allemagne – IFHA und Litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.

Eintritt 7 / 4 Euro

Februar, 2015, Literatur
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