02.04.14 Mittwoch, 19.30 h

Uwe Kolbe: Die Lüge

Moderation: Hauke Hückstädt

Deutschland alter Apfelbaum, niedergeschnittenen Stammes, einer deiner dürren Zweige trägt den letzten roten Apfel ... den ich pflück’ und esse, so oder doch wenigstens ähnlich schrieb und sah es Uwe Kolbe. Da bröckelte gerade die Mauer. Er hat seitdem zwei Kriminalerzählungen geschrieben, aber die liefen aus sicherlich falschem Verständnis an denen vorbei, die wissen, Kolbe, der Lyriker und Essayist, ist einer der ganz wichtigen Solisten in unserer Literatur. Und jetzt kommt da ein Roman. Der Titel: „Die Lüge“ (S. Fischer). Auf dem Umschlag ein schwarzer Krepp oder Brocken oder Gestein. Oder sowas. Vater und Sohn begegnen sich in diesem Buch. Es gibt einen jungen Komponisten, eine geteilte Hauptstadt, ein geteiltes Land, unteilbare Ideologien, Lust, Freiheiten, Verrat, Lügen und Leiden ungeteilt. Dieser Roman erzählt viel über uns und die Entwürfe, an denen wir uns in Deutschland, in unseren engsten Wänden ausgerichtet haben. Dass er von einem Lyriker wie Kolbe geschrieben wurde, nimmt ihm jede Gefälligkeit, jede Glätte.

Mit freundlicher Unterstützung von Journal Frankfurt

Eintritt 7 / 4 Euro

April, 2014
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