Burghart Klaußner

08.04.14 Dienstag, 19.30 h

Svenja Leiber: Das letzte Land

Moderation: Florian Balke (F.A.Z.)
Lesung: Burghart Klaußner

Jemand sagte, dieses Buch sei ein Messer. Als wir es dann zu lesen begannen, hatte es gleich diesen schlitzenden Ton, so eine Gefährdung und Gefährdendes in sich. Wahrscheinlich ist „Das letzte Land“ (Suhrkamp) eines der ganz bemerkenswerten Bücher des Frühjahrs. Es begibt sich im deutschen Norden, Anfang des 20. Jahrhunderts. Ruven Preuk, jüngster Sohn des Stellmachers, verfügt schon als Kind über eine außerordentlich musikalische Begabung: Er sieht Töne, und auf seiner Geige spielt er sonderbare Melodien. Das bringt ihm auf dem Dorf, wo das Leben hart und einfach ist, keineswegs nur Bewunderung ein. Schließlich erkennt auch der alte Preuk, dass mit seinem Sohn nichts anzufangen ist, prügelt ihn und lässt ihn ziehen. In der Stadt lernt Ruven beim Juden Goldbaum, in dessen Enkelin Rahel er sich ebenso verliebt wie in den Glauben an eine strahlende Karriere. Kunst bedeutet Freiheit und Anerkennung, aber die Nazis sammeln sich schon und der Krieg naht. Und Ruven muss erneut seinen Weg finden, am Ende aller Melodien. Die Autorin im Gespräch mit Florian Balke, es liest Burghart Klaußner.

Eintritt 9 / 6 Euro

April, 2014, Literatur
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