24.05.18 Donnerstag, 19.30 h

Johann Scheerer: Wir sind dann wohl die Angehörigen

Moderation: Hilmar Klute (Süddeutsche Zeitung)

Die Entführung von Jan Philipp Reemtsma aus der Perspektive seines Sohnes

„It’s magic what this young German did to my songs. He saved my life“, sagte Peter Doherty über den Musiker und Produzenten Johann Scheerer, der jetzt ein Buch geschrieben hat, das sich der eigenen Geschichte tastend versichert, sie rettet. „Darf ich Ihnen den Johann mal kurz für zwei Minuten entführen? “ Das ist eine Get-together-Floskel, die im Alltag von Johann Scheerer schweres Licht aufblitzen lässt. Er ist in der Pubertät, als sein Vater Jan Philipp Reemtsma entführt wird. 33 Tage lang im Jahr 1996. Wie fühlt es sich an, wenn einen die Mutter weckt und berichtet, dass der eigene Vater entführt wurde? Wie erträgt man die Angst und die quälende Sorge? Wie füllt man die Tage, wenn jederzeit alles passieren kann, das Zuhause zu einer Einsatzzentrale wird und man nicht mal in die Schule gehen oder Freunde treffen darf? Und was, wenn selbst Die Ärzte, Green Day und die eigene E-Gitarre nicht mehr weiterhelfen? Scheerer hat mit „Wir sind dann wohl die Angehörigen“ (Piper) ein Seelenprotokoll geschrieben. Superstark. Das Gespräch leitet Hilmar Klute (Süddeutsche Zeitung).

Eintritt 9 / 6 Euro

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2018, Literatur, Mai
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