10.05.17 Mittwoch, 19.30 h

Fatma Aydemir: Ellbogen

Moderation: Shirin Sojitrawalla

Ein Roman über Wut und Dinge, die sich ändern müssen

Eine deutsch-türkische Geschichte kann auch oder erst recht 2017 noch kein Happy End haben. Hazal ist im Berliner Wedding groß geworden. Sie schreibt aussichtslose Bewerbungen und arbeitet schwarz in der Bäckerei ihres Onkels. Zu Hause hat sie nichts zu melden. Die lang ersehnte Partynacht ihres 18. Geburtstages endet in einer Katastrophe: Die angestaute Wut bricht heraus und ein junger Mann stirbt. Und endlich kann, muss Hazal ihr Leben in ihre eigenen Hände nehmen. Sie flieht nach Istanbul und entdeckt, dass sie nur hier leben will. Ohne ihre Familie, ohne eine Gesellschaft, die sich nur dann für sie interessiert, wenn sie Mist baut. Im Sommer 2016, als Panzer rollen und Kampfflugzeuge und Hubschrauber über die Stadt fliegen, versucht sie sich eine neue Existenz aufzubauen. Fatma Aydemir ist Redakteurin der taz und schreibt für die Spex. Ihr Debütroman „Ellbogen“, erschienen im Hanser Verlag, ist ein Ausrufezeichen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Gespräch und Lesung moderiert die freie Kritikerin Shirin Sojitrawalla.

Eintritt 7 / 4 Euro 

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Mai, Literatur, 2017
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