Michel Abdollahi

03.06.20 Mittwoch, 19.30 h

Im Rahmen der Frankfurter HausGespräche 2020 Michel Abdollahi: Deutschland schafft mich. Als ich erfuhr, dass ich doch kein Deutscher bin

Moderation: Melanie Amann (Der Spiegel)

Berichte aus dem kommunikativen Notstandsgebiet

Michel Abdollahi spornt die auseinanderstrebenden Kräfte an: zu Jubel ebenso wie zu Entrüstung. Seine Satire, sein Witz, seine Kunst polarisieren. Seit die AfD Teilzeitmacht über die Debatten hat, vergeht für Abdollahi kein Auftritt mehr ohne Hassmails oder Morddrohungen. In seinem Buch „Deutschland schafft mich“ (Hoffmann und Campe) beschreibt er die Fülle der verbalen Entgleisungen und Übergriffe in Politik, Alltag und Kultur. Stellvertretend für Millionen Deutsche mit ausländischen Wurzeln hat er festgehalten, was dieses neue Deutschland mit ihm macht. Ein erschütterndes Zeugnis einer Gesellschaft, für die rechtes Denken zunehmend normal wird und in der Menschen mit Migrationshintergrund für alle sichtbar zu Hassobjekten geworden sind. Melanie Amann, Leiterin des Spiegel-Hauptstadtbüros, spricht mit dem Autor, Slam-Poeten, Journalisten und Aktionskünstler über sprachliche Verrohung und darüber, welche kommunikativen Strategien und Haltungen wir dagegen brauchen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Frankfurter HausGespräche unter dem Titel „Alles gut? Kommunikation im radikalen Wandel“. Die weiteren Termine: 13.05. (Evangelische Akademie), 20.05. (Frankfurter Goethehaus) und 27.05. (Haus am Dom). Alle Details zu den HausGesprächen hier.

Eintritt 7 / 4 Euro

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2020, Literatur, Juni
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