Feridun Zaimoglu

18.03.19 Montag, 19.30 h

Feridun Zaimoglu: Die Geschichte der Frau

Moderation: Barbara Wahlster
Mit Gebärdensprachdolmetschern

„Wir schreiben, wir lesen, wir kämpfen. Wir stehen bei den Verlassenen! “

„Der Kampf geht weiter!“, ruft einem Feridun Zaimoglu gerne mal zu, während er gerade durch eine Drehtür davonstürmt oder die Treppe nimmt. Und sein neues Buch besiegelt es. Zaimoglu ist der leicht füßigste Gewichtheber, seit es Hexenschuss gibt. „Die Geschichte der Frau“ (KiWi) ist ein literarischer Mut-Akt, unbeugsam, ein Gesang und ein feministisches Manifest: das unverfrorene Bekenntnis zur Notwendigkeit einer neuen Menschheitserzählung – aus der Sicht der Frau. Der Autor lässt zehn außerordentliche Frauen zu Wort kommen vom Zeitalter der Heroen bis in die Gegenwart. Es sind Menschen, deren Sicht auf die Dinge nicht überliefert wurde. Weil Männer geboten, die Wahrheit tilgten und die Lüge zur Sage verdichteten. Diesen Frauen war es vorbehalten, schweigend unsichtbar zu bleiben oder dekorativ im Bild zu stehen. Aber bei Zaimoglu reden sie – unmissverständlich und laut, wie eine abgefeuerte Kugel. Kein Friedensangebot. Keine Schmeichelei. Tabula rasa! Den Abend moderiert die Literaturkritikerin Barbara Wahlster.

Die Veranstaltung wird, gefördert durch die Aktion Mensch, von Gebärdensprachdolmetschern übersetzt. Platzreservierungen für gehörlose Menschen unter koehlerliteraturhaus-frankfurtde.

Eintritt 12 / 8 Euro

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2019, Literatur, März
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