27.01.14 Montag, 19.30 h

Uwe Timm: Vogelweide oder die Liebe in großen Bezügen

Moderation: Ina Hartwig

Uwe Timm ist bekannt. In Hamburg geboren, durch und durch aus deutschen Verhältnissen, Kürschner gelernt, Benno Ohnesorg als Freund gewonnen und früh verloren, im SDS mitgewirkt, Philosophie studiert, aber Gedichte und Stücke geschrieben, über Camus promoviert, in die DKP eingetreten, aus der DKP ausgetreten. Timm hat die deutsche Literatur mit Romanen, Novellen, Kinderbüchern, Filmskripten und Hörspielen geprägt. In „Vogelweide“ (Kiepenheuer & Witsch) nun schreibt er von Liebe, Irrung und Verwirrung. Und wie der Titel trillernd klar macht, geht es ums Ganze, nur verquer. Zwei Ehepaare verlieben sich über Kreuz. Wir dürfen mindestens an den Minnesänger Walther von der Vogelweide denken, uns aber auch die Wattmeerinsel vorstellen, auf der sich der im Zentrum stehende Eschenbach nunmehr als Vogelwart an den Tumult des Begehrens und seinen Sieg über das Eheversprechen erinnert. Beziehungsreichtum also in jeder Hinsicht. Und mit der Nominierung auf die Longlist zum Deutschen Buchpreis auch eines der zwanzig besten Bücher 2013. 

Eintritt 12 / 8 Euro

Januar, Literatur, 2014
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