Immer und immer wieder neu

Regelmäßig, nicht regeltreu

Die Veranstaltungsreihen im Überblick 

HÜTTEN, PALÄSTE

Jemand, der ein Buch liest, ist ein Denkmal. Eine Säule der Unantastbarkeit. Ein Stillleben für die Intimität zwischen Autor und Leser. Das Literaturhaus feiert diese Intimität einmal im Jahr mit Lesung und Gespräch in einer Privatwohnung. Ganz gleich, ob Villa oder Studentenbude, ob Mansarde oder Souterrain, ob Wohnung oder Gemach, ob Hütte oder Palast. Zum Auftakt dieses exklusiven Formats las Thomas Lehr im Dezember 2010 aus „September. Fata Morgana“ irgendwo in Niederrad. Außerdem waren zu Gast: Wilhelm Genazino (Mai 2011), Jamal Tuschick (Juni 2012), Peter Kurzeck (Juni 2013), Arnon Grünberg (Juli 2014) und Michael Fehr (Juli 2015).

MITGLIEDS HEIM

Am 13.01.18 ist David Constantine zu Gast.

Mitglieds Heim, das sind Abende, an denen die Mitglieder des Literaturhausvereins für die Sache zusammen kommen, die sie alle vereint: der Hang zur Literatur. Und das immer in solchen vier Wänden, wo Literatur in ihrer intimsten Form gelebt wird, in Häusern und Wohnungen. In guten Stuben, Gedankengalerien und Traumgebäuden, die sich öffnen lassen. Mitglieds Heim ist die freundliche Vereinsvariante zu der Reihe Hütten, Paläste und findet einmal im Jahr statt. Im Oktober 2010 eröffnete Lars Brandt zum Auftakt, im April 2011 war Uwe Kolbe zu Gast, im Januar 2012 Martin Mosebach, im Januar 2013 Karen Duve, im Januar 2014 Nora Gomringer und das Wortart Ensemble, im Januar 2015 Marica Bodrozic, in 2016 Feridun Zaimoglu und zuletzt, im Januar 2017, Michael Krüger.

SCHÖNE AUSSICHTEN – DAS FRANKFURTER LITERATURGESPRÄCH

Der Gastkritiker am 05.12. ist Oliver Maria Schmitt.

Schöne Aussichten, das ist Literarisches Quartett ohne Quotendruck und ohne Fernbedienung. Das Publikum sitzt nämlich mittendrin. Viermal im Jahr und in Zusammenarbeit mit hr2-kultur streiten, schlichten und wägen ab: Mara Delius (Die Welt), hr2-Literaturchef Alf Mentzer und F.A.Z.-Redakteur Hubert Spiegel. Neuerscheinungen im Bereich Belletristik, vom erzählenden Roman bis hin zur experimentellen Prosa, außerdem regelmäßig im Programm: ein Erfolgsbuch der Vergangenheit im Haltbarkeitstest. Jeweils ein Gast ergänzt diese Kritikerrunde – beim ersten Mal im Dezember 2008 war es Bernd Eilert, Übersetzer, Leser und vor allem vielen bekannt von der „Neuen Frankfurter Schule“. Von 2008 bis 2013 war die freie Literaturkritikerin Ina Hartwig Teil des Quartetts.

Unsere bisherigen Gastkritiker: Martin Mosebach, Katja Lange-Müller, Eva Demski, Andreas Maier, Wilhelm Genazino, Sibylle Lewitscharoff, Matthias Altenburg, Bodo Kirchhoff, Marlene Streeruwitz, Gert Scobel, Josef Haslinger, Felicitas Hoppe, Thomas Hettche, Clemens Meyer, Georg M. Oswald, Ulrike Draesner, Marcel Beyer, Olga Martynova, Silke Scheuermann, Annette Pehnt, Hans Pleschinski, Christoph Peters, Terézia Mora, Peter Stamm, Judith Hermann, Kristof Magnusson, Ingo Schulze, Antje Rávic Strubel, Nora Bossong, Marcus Roloff, Thomas Kapielski, Anna Katharina Hahn, Thomas von Steinaecker, Sasa Stanisic und Teresa Präauer.
Kooperations- und Medienpartner hr2-kultur 

ZUR SACHE! – DAS FRANKFURTER SACHBUCHQUARTETT

Im Mai 2013 startete mit dem Frankfurter Sachbuchquartett Zur Sache! endlich eine kritische Auseinandersetzung mit der Vielfalt des Sachbuchs, zu dem die Biografie oder der Bildband ebenso zählen wie eine Musikgeschichte, eine Sportreportage oder ein Literaturessay. Die traditionsreiche Reihe Streitfall, die sich mehr oder weniger ausschließlich dem politischen und philosophischen Sachbuch widmet, und die auf Belletristik konzentrierte Diskussionsreihe Schöne Aussichten haben also ein Schwesterschiff bekommen. Die Kritiker Christoph Schröder, Martin Lüdke, Felicitas von Lovenberg und Peter Kemper bilden gemeinsam mit Hauke Hückstädt das Kuratorium für diese zweimal jährlich stattfindende Runde. Jeweils zwei von ihnen betreten dann auch die Arena, in die zudem zwei Persönlichkeiten als das Quartett komplettierende Mitstreiter dazu geladen werden. Die Gäste zum Auftakt im Mai 2013 waren Petra Gerster, Felicitas von Lovenberg, Martin Lüdke und Marcel Reif.

Mit freundlicher Unterstützung von FAZIT-Stiftung 

ZEITBRÜCHE – DIAGNOSEN ZUR GEGENWART

Im halbjährigen Abstand stellt das Institut für Sozialforschung (IfS) in Zusammenarbeit mit hr2-kultur und dem Literaturhaus Frankfurt, Zeitdiagnosen vor, die sich mit dem Strukturwandel des gegenwärtigen Kapitalismus beschäftigen. Im Juni 2003 fand die Auftaktveranstaltung dieser Reihe statt: Heinz Bude (Universität Kassel), Beate Rössler (Universität Amsterdam), Klaus Günther und Axel Honneth (beide IfS) beschäftigten sich schon damals mit dem Thema „Individualismus als Zumutung?“.

Eine Veranstaltung von Institut für Sozialforschung (IfS) in Kooperation mit hr2-kultur und Literaturhaus Frankfurt

KOPF & HÖRER – DER FRANKFURTER HÖRBUCHRÜCKBLICK

Kopf & Hörer am 04.12 mit Ulrich Matthes u.a.

Wer Hörbücher wie Bücher liebt, weiß, dass alles an ihnen interessant ist. Die Umsetzung, die Kürzungen, die Stimmen, ihr Klang, ihr Wider-, und ihr Nachhall. Gemeinsam mit hr2-kultur begründete das Literaturhaus Frankfurt im Februar 2012 das längst überfällige und überhaupt erste kritische Live-Podium zu diesem Medium: Kopf & Hörer – Die Frankfurter Hörbuchkritik. Dorothee Meyer-Kahrweg (hr2-Hörbuchbestenliste) und Hauke Hückstädt laden zweimal im Jahr professionelle Mitstreiter ein. Zum Auftakt kamen F.A.Z.-Redakteur Jochen Hieber und Schauspieler Oliver Stokowski, danach waren Felicitas von Lovenberg und Hansi Jochmann zu Gast. Im Februar 2013 komplettierten der Autor Matthias Altenburg alias Jan Seghers und der Schauspieler, Sprecher, Tatort-Ermittler und Autor Miroslav Nemec das Podium. Im Oktober 2013 waren Mechthild Großmann und Helmut Böttiger im Haus, im Dezember 2014 Jens Bisky, Helmut Böttiger und Wolfram Koch, im Dezember 2015 Johann von Bülow und Volker Hage und im Februar 2017 Burghart Klaußner, Jens Bisky und Dieter Anschlag.

In Kooperation mit hr2-kultur
Unterstützt von Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung

STREITFALL – AUTOREN IN DER KONTROVERSE

Neu in der Kritikerrunde um Peter Kemper und Martin Lüdke waren seit September 2012 Ulrike Ackermann und Jochen Hörisch. Beide beerbten die viele Jahre mitdiskutierenden Franziska Augstein und Micha Brumlik.Am 09.10.2015 fand der letzte Streitfall statt.

In Zusammenarbeit mit hr2-kultur veranstaltet das Literaturhaus Frankfurt vier Mal jährlich öffentliche Gesprächsrunden, in denen Neuerscheinungen aus dem Sachbuchbereich vorgestellt werden. Journalisten und Wissenschaftler diskutieren über drei neue Publikationen zu aktuellen Themen aus Philosophie, Politik, Sozialwissenschaften, Geschichte, Medientheorie und Psychologie. Einer der Autoren ist jeweils eingeladen, sich auf dem Podium seinen Kritikern zu stellen. 

Zu Gast waren bisher u.a. Silvia Bovenschen, Peter Glotz, Oskar Negt, Klaus Theweleit, Petra Gerster, Joachim Fest, Hans Ulrich Gumbrecht, Ulrich Enzensberger, Franziska Augstein, Bettina Röhl, Jürgen Leinemann, Wolfgang Leonhard, Wolfgang Engler, Peter Merseburger, Peter Schneider, Jan Philipp Reemtsma, Norbert Bolz, Peter Longerich, Hans Otto Bräutigam, Claus Leggewie, Harald Welzer, Heinrich August Winkler, Heribert Schwan, Gunter Hofmann, Raphael Gross, Klaus Wagenbach, Joseph Vogl, Götz Aly, Bahman Nirumand, Tilman Spengler, Rudolf Hickel, Udo Di Fabio, Hans-Peter Schwarz, Gottfried Wagner, Wilhelm Schmid, Martin Seel, Ute Frevert, Meinhard Miegel, Ulrich Raulff, Stefan Aust, Rainer Hank und Jan Assmann mit Christoph Türcke, Herfried Münkler. 
Kooperations- und Medienpartner hr2-kultur